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Zuchtordnung

Beschlossen auf der Mitgliederversammlung am 4.5.2013

 

Inhaltsverzeichnis

1. Allgemeines

2. Zuchtrecht

2.1 Züchter

2.2 Mieten von Hündinnen zu Zuchtzwecken

2.3 Verkauf von belegten Hündinnen

2.4 Import von belegten Hündinnen

3. Zuchtberatung und Zuchtkontrolle

3.1 Zuchtkontrolle

3.2 Zuchtwarte

3.3 Zuchtkommission

3.4 Pflichten des Züchters

4. Zucht

4.1 Zuchtvoraussetzungen

4.1.1 Allgemeines

4.1.2 Zuchtzulassung

4.1.3 Mindest- und Höchstalter der Zuchttiere

4.1.4 Häufigkeit der Zuchtverwendung

4.1.5 Wurfstärke

4.1.6 Inzestzucht

4.2 Zur Zucht nicht zugelassene Hunde

4.3 Kaiserschnitt

4.4 DNA Certifizierung

5. Zwingernamen, Zwingernamenschutz

5.1 Grundsätzliches

5.2 Verzicht auf einen Zwingernamen

5.3 Zwingernamenschutz

5.4 Geltung des Zwingernamens

6. Deckakt

6.1 Pflichten des Deckrüdenhalters

6.1.1 Allgemeines

6.1.2 Deckbuch

6.1.3 Deckmeldung

6.1.4 Künstliche Besamung

6.2 Pflichten des Hündinnen Besitzers

6.2.1 Allgemeines

6.2.2 Zwingerbuch

6.2.3 Mitteilung von Deckakten

7. Zuchtkontrollen und Wurfabnahmen

7.1 Wurfmeldung

7.2 Mitteilungen an den Deckrüdenbesitzer

7.3 Anmeldung und Eintragung in das Zuchtbuch

7.4 Allgemeine Pflichten des Züchters

7.5 Wurfabnahme

8. Zuchtbuch

8.1 Eintragungen in das Zuchtbuch

8.1.1 Inhalt des Zuchtbuchs

8.1.2 Umfang und Einzelheiten der Eintragungen

8.1.3 Form der Eintragungen

8.2 Eintragungssperre

8.3 Anerkennung anderer Zuchtbücher

9. Ahnentafel

9.1 Allgemeines

9.2 Eigentum an der Ahnentafel

9.3 Besitzrecht

9.4 Beantragung von Ahnentafeln

9.5 Auslandsanerkennung (Anerkennung für das Ausland durch den VDH)

9.6 Ungültigkeitserklärung von Ahnentafeln

9.7 Eigentumswechsel

9.8 Registrierbescheinigung

10 Registrierung von Einzelhunden

11 Zuchtgebühren

12 Verstöße

13 Verschiedenes

14 Schlussbestimmungen Verzeichnis der Anlagen

 

 

 

1. Allgemeines

 

Grundlage der Zuchtordnung des AMC e.V. im weiteren Verlauf ZO genannt sind der erklärte Qualitätsanspruch des AMC nach den Vorgaben des VDH an die Zucht von Hunden, das Tierschutzgesetz sowie die Bestimmungen der F.C.I. in der jeweils gültigen Fassung. Zuchtziel des AMC ist die Zucht von Alaskan Malamutes, die sich am Ideal des FCI Standards orientiert und sich insbesondere durch Wesensfestigkeit, Gesundheit, Arbeitswillen, hoher Konstitution und Freundlichkeit auszeichnet.



1.1 Der AMC übernimmt für folgende Schlittenhunderassen die Betreuung:
Alaskan Malamute

1.2 Für die Betreuung dieser Rassen sowie für das Zucht- und Zuchtbuchwesen ist der Hauptzuchtwart des AMC (HZW) und von ihm beauftragte Personen (Zuchtwarte) zuständig.

1.3 Zweck dieser Zuchtbestimmungen ( AMC ZO) ist die Reinzucht der von ihm betreuten Rassen in der Bundesrepublik Deutschland hinsichtlich ihres äußeren Erscheinungsbildes und rassetypischen Wesens nach den bei der F.C.I, niedergelegten gültigen Standards. Sämtliche Maßnahmen dienen der Förderung planmäßiger Zucht funktional- und erbgesunder, wesensfester Hunde. Erbgesund ist ein Hund dann, wenn er Standardmerkmale, Rassetyp und rassetypisches Wesen vererbt, jedoch keine erheblichen erblichen Defekte, die die funktionale Gesundheit seiner Nachkommen beeinträchtigen könnten.

1.4 Erbliche Defekte und Krankheiten werden erfasst, bewertet und in Zusammenarbeit mit den Züchtern planmäßig züchterisch bekämpft.

1.5 Das Internationale Zuchtreglement der Federation Cynologique Internationale (F.C.I.) und die Zuchtordnung des Verbandes für das Deutsche Hundewesen e.V. (VDH) sind für alle Züchter verbindlich.

1.6 Kommerziellen Hundehändlern und -züchtern ist die Zucht von Hunden im AMC verboten.
Einem Züchter/Deckrüdenbesitzer ist es untersagt, Mitglied in einem Zuchtverein zu sein, der vom VDH nicht anerkannt ist.

 

 

 

 

 

2. Zuchtrecht

 

2.1 Züchter
Als Züchter gilt der Eigentümer oder Mieter der Hündin zur Zeit des Belegens.

2.2 Mieten von Hündinnen zu Zuchtzwecken
Das Mieten von Hündinnen zur Zucht ist eine Ausnahme. Sie bedarf der vorherigen Zustimmung des HZW. Ein schriftlicher Antrag ist rechtzeitig vor dem Deckakt beim HZW unter Vorlage des schriftlichen Vertrages über das Zuchtmietverhältnis zu stellen. Vordrucke hierzu sind beim AMC erhältlich. Eine gemietete Hündin unterliegt den AMC-Zuchtzulassungsbestimmungen.
Die Hündin soll ab dem Decktag bis zur Wurfabnahme im Gewahrsam des Mieters sein. Der AMC hat die Berechtigung, die Einhaltung dieser Vorschrift jederzeit von einem vom AMC benannten Zuchtwart prüfen zu lassen.
Hündinnen, die im Eigentum oder Besitz von Personen stehen, denen das Zuchtbuch und/oder das Register des AMC gesperrt ist, dürfen nicht zur Zuchtmiete herangezogen werden.

2.3 Verkauf von belegten Hündinnen
Nach der Eigentumsübertragung einer belegten Hündin gilt der neue Eigentümer als Züchter.

2.4. Import von belegten Hündinnen
Wird eine belegte Hündin importiert, so unterliegt sie den AMC -Zuchtbestimmungen. Die Zucht-Zulassungsvoraussetzungen müssen so schnell wie möglich, spätestens ein halbes Jahr nach erfolgtem Wurf nachgeholt werden. Die Eintragung der Welpen erfolgt erst nach Erbringung der erforderlichen Zuchtzulassungsvoraussetzungen. Sollte die Hündin die Voraussetzungen nicht erfüllen, so kann gemäß 7.4 verfahren werden.

 

 

3. Zuchtberatung und Zuchtkontrolle

 

3.1 Zuchtkontrolle
Die Zuchtwarte sind für die Überwachung aller Zuchtangelegenheiten verantwortlich und verpflichtet, erbliche Defekte zu erfassen, deren Entwicklung zu dokumentieren, und diese Informationen an die ZuKo weiterzuleiten, damit mögliche Maßnahmen zur Bekämpfung eingeleitet werden können.

3.2 Zuchtwarte
Zuchtwarte sind für die Beratung der Züchter, die Eignung/Kontrolle der Zuchtstätten und die Überwachung des Zuchtgeschehens verantwortlich. Sie haben die Vorschriften der F.C.I. des VDH und ihres Rassehundezuchtvereines zu beachten und bei den Züchtern auf deren Einhaltung zu achten.
Zuchtwart kann werden, wer Mitglied in einem VDH Mitgliedsverein ist. 3 Würfe in einem VDH Verein aufgezogen hat, umfangreiche Kenntnisse über die im AMC vertretenen Rassen hat, 3 Wurfabnahmen und 2 Neuzwingerabnahmen unter Aufsicht eines erfahrenen Zuchtwartes durchgeführt, und die kynologische Eignung mittels einer Prüfung, abzulegen vor dem HZW oder einer von ihm beauftragten Person, nachweist.
Ein Zuchtwart darf seine eigenen Würfe nicht abnehmen.
Voraussetzung für das Amt des Hauptzuchtwartes ist ein Ausbildung als Zuchtwart und eine mehrjährige Tätigkeit in diesem Amt.


Bestehende Zuchtstätten werden regelmäßig (normalerweise zum Zeitpunkt eines Wurfes) oder auf Wunsch des Züchters kontrolliert.

3.3 Zuchtkommission
Die Zuchtkommission des AMC (ZuKo) setzt sich aus dem Hauptzuchtwart als Leiter der ZuKo, einem Zuchtwart, sowie einem zuchterfahrenen Mitglied zusammen. Die Zuchtkommission ist das höchste Gremium innerhalb des AMC die ZO betreffend und für Änderungen und Erweiterungen der ZO zuständig. Jede Änderung der ZO muss abschließend durch die jährliche Mitgliederversammlung genehmigt werden.

3.4 Pflichten des Züchters
Der Züchter ist verpflichtet, die zuständigen Zuchtwarte und deren Beauftragte bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben zu unterstützen. Der AMC bietet den Züchtern regelmässige Züchterseminare im Rahmen der Ankörungsveranstaltungen sowie der MV an. Eine Teilnahme von VDH Akademien und Veranstaltungen wird empfohlen.

 

4. Zucht

 

4.1 Zuchtvoraussetzungen

4.1.1 Allgemeines
Es darf nur mit reinrassigen, gesunden und wesensfesten Hunde gezüchtet werden, die vom VDH (F.C.I.) anerkannte Ahnentafeln oder entsprechende Registrierbescheinigungen haben. Voraussetzungen für alle Zuchtmaßnahmen sind:
- internationaler Schutz eines Zwingernamens für den Züchter, gute Konstitution, Kondition und Gesundheit der Tiere,
- die Bestätigung, dass die Forderungen der AMC -Zuchtordnung und dieser Zuchtbestimmungen hinsichtlich der Freiheit der Tiere von erblichen Defekten erfüllt sind,
- bei mehr als drei Zuchthündinnen Genehmigung der Veterinärbehörde gemäß Tierschutzgesetz § 11 Abs. 1, Nr. 3a. Als Zuchthündinnen gelten alle zur Zucht zugelassenen Hündinnen, deren Eigentümer der Züchter ist.

Anforderung an Zuchtstätten
Die Haltungs- und Aufzuchtsbedingungen für die im AMC e.V. eingetragenen Würfe und diejenigen der erwachsenen Hunde nehmen auf die besonderen art- und rassespezifischen Bedürfnisse der Hunde in Hinsicht auf deren Bewegungs-, Kontakt und Platzansprüche besondere Rücksicht. Sie entsprechen den Vorgaben der Anforderungen der Tierschutzhundeverordnung vom 2.5.2001, hier gilt als Erweiterung des §6.4, dass in der gesamten Zwingeranlage keine stromführenden Vorrichtungen angebracht sein dürfen, die ein aufgerichteter Hund mit den Vorderpfoten erreichen kann

Anforderung an Züchter:
Jeder Züchter muss zum Zeitpunkt der Neuzwingerabnahme dem abnehmenden Zuchtwart sein kynologisches Grundwissen in einem Gespräch nachweisen. Er soll Fachliteratur und spezielle Kenntnisse über die Rasse Alaskan Malamute besitzen.

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4.1.2 Zuchtzulassung
Jeder Hund der im AMC e.V. verpaart wird, benötigt eine gültige Zuchtzulassung, im weiteren ZZL genannt. Das Procedere der ZZL wird im folgenden beschrieben. Die ZZL ist nur bei Zuchthunden mit Auflagen, bzw. bei Hündinnen durch Erreichung der Altersgrenze an eine zeitliche Begrenzung gekoppelt. Diese kann ab dem 13. Lebensmonat erworben werden, es müssen die nachfolgenden Regeln erfüllt sein.

Zur Zucht zugelassen sind Hunde, deren HD Grad nicht schlechter als C ist, die im Besitz einer gültigen Augenuntersuchung „frei von erblichen Augenkrankheiten“ nicht älter als ein Jahr sind und die an einer Körveranstaltung des AMC angekört wurden. Ankörungen werden für Rüden auf Lebenszeit, für Hündinnen bis zum vollendeten 8. Lebensjahr begrenzt und müssen einmalig, frühestens im Alter von 14 Monaten, durchgeführt werden. Es besteht die Möglichkeit, auf einer nationalen/internationalen Ausstellung der FCI durch einen vom AMC anerkannten Zuchtrichter eine Sonderankörung durchführen zu lassen, diese muss durch den HZW im Vorfeld genehmigt werden. Hunde mit HD Grad „C“ dürfen nur mit einem Partner HD Grad „A“ oder „B“ verpaart werden.

Liegt bis 01.01.2010 ein Körurteil eines anderen VDH Mitgliedvereines vor, wird dieses ohne zeitliche Begrenzung anerkannt. Hunde die nach diesem Datum angekört werden, benötigen ein Körurteil des AMC.
Hunde älter als 6 Jahre benötigen mindestens eine Augenuntersuchung im Alter von zuletzt 6 Jahren. Zuchtausschließend gilt: hereditärer Katarakt, PRA und Primär-Glaukom.
Der AMC führt bei den Körveranstaltungen eine Wesensüberprüfung durch, der ängstliche und aggressive Hunde von der Zucht ausschliesst.



Zucht mit Registerhunden:
1. Bevor für einen Registerhund eine ZZL beantragt werden kann, müssen folgende Bedingungen erfüllt werden:
auf 3 internationalen VDH-Zuchtschauen ein V1 in der offenen Klasse, davon eins auf einer VDH-Bundes/Europasiegerzuchtschau
HD A oder B, gültige Augenuntersuchung

Grundsätzlich gilt: Beschränkung für die ZZL eines Registerhundes auf einen Wurf/Deckakt mit 100% Nachzuchtkontrolle, diese kann frühestens im Alter von 15 Monaten erfolgen.

2. im Gegensatz zum nur phänotypisch registrierten Hund gilt für Hunde die per Elternschaftsnachweis ihre FCI Ahnen über 3 Generationen vorweisen können für eine Zuchtzulassung folgende Voraussetzung: 3x V auf Ausstellungen im AMC oder auf einer nationalen oder internationalen Ausstellung des VDH, sowie HD A oder B und Augen o.B.

Es entfällt für diese Hunde folgender Punkt 4.1.2 der ZO:Beschränkung für die ZZL eines Registerhundes auf einen Wurf/Deckakt mit 100% Nachzuchtkontrolle, diese kann frühestens im Alter von 15 Monaten erfolgen.



Ausländische Deckrüden:
Grundsätzlich gilt: ausländische Deckrüden müssen die Voraussetzungen zur Zucht im AMC 4.1.2 erfüllen. Kopien der Ahnentafel, HD-Ergebnis, Augenuntersuchung und Ausstellungsergebnis mindestens sg sind mit der Deckbescheinigung einzureichen. Für den Nachweis der erforderlichen Untersuchungen ist der Hündinnenbesitzer verantwortlich.


Rüden aus den USA/ Canada, England ohne Ausstellungsergebnis:
zur Erhaltung der genetischen Vielfalt gilt:
Rüden, die eine Ahnentafel des betreuenden FCI anerkannten Zuchtvereins, eine HD Untersuchung (nicht schlechter als HD Grad „C“) und eine gültige Augenuntersuchung vorweisen, dürfen nach Vorlage eines Fotos und nach einer entsprechenden Beurteilung des Fotos durch die Zuchtkommission auch ohne Ausstellungsergebnis zur Zucht eingesetzt werden. Auf diesem Foto muss der gesamte Hund zu sehen, sowie eine Größenschätzung möglich sein. Zum Nachweis der Wesensfestigkeit soll ein Video oder DVD oder die Beurteilung eines Fachmannes der Rasse Alaskan Malamute vorgelegt werden. Die Unterlagen sind bis 4 Wochen vor dem geplanten Decksprung beim HZW einzureichen und der Deckakt ist, bei Erfüllung der Voraussetzungen, durch diesen zu genehmigen.


4.1.3 Mindest- und Höchstalter der Zuchttiere
Rüden dürfen frühestens mit Vollendung des 15. Lebensmonats, Hündinnen mit Vollendung des 18. Lebensmonats zur Zucht eingesetzt werden.
Hündinnen dürfen nach Vollendung des 8. Lebensjahres nicht mehr belegt werden. Stichtag ist der Decktag.
Ausnahmen hiervon werden nur in kynologisch sinnvollen Einzelfällen gestattet und müssen von dem Hauptzuchtwart schriftlich genehmigt werden.

 

4.1.4 Häufigkeit der Zuchtverwendung
Hündinnen dürfen nicht mehr als einen Wurf pro Kalenderjahr haben. Zwischen jedem Wurf müssen mindestens 10 Monate Differenz sein, gerechnet wird Decktag zu Decktag.

 

4.1.5 Wurfstärke
Eine Begrenzung der Wurfstärke ist mit § 1 des Tierschutzgesetzes nicht zu vereinbaren. Grundsätzlich sind Würfe, deren Welpenzahl die durchschnittliche Wurfgröße von 8 Welpen überschreitet, vornehmlich mit Hilfe von intensiver Betreuung durch den Züchter und früher Zufütterung aufzuziehen. Nur wenn dies nicht möglich ist und/oder die Gesundheit der Hündin angegriffen oder ernstlich bedroht ist, ist eine Ammenaufzucht nach erfolgter Wurferstbesichtigung möglich. Die Ammenaufzucht ist dem AMC-HZW unverzüglich schriftlich mitzuteilen. Bei Ammenaufzucht ist es nicht gestattet die Amme nach absetzen der Welpen (8 Wochen nach Geburtsdatum) innerhalb der nächsten 6 Monaten zu belegen.
Bei einer Welpenzahl ab 7 Welpen darf die Mutterhündin frühestens nach 365 Tagen wieder belegt werden. Gerechnet wird von Decktag zu Decktag.

 

4.1.6 Inzestzucht

Paarungen von Verwandten ersten Grades (Mutter/Sohn; Vater/Tochter; Vollgeschwister) sind verboten, Halbgeschwisterverpaarungen sind nur nach vorheriger Genehmigung durch die AMC -Zuchtkommission gestattet. Es muss durch den Eigentümer eine kynologisch sinnvolle Begründung vorgelegt werden.

 

4.2 Zur Zucht nicht zugelassene Hunde
Hierzu gehören Hunde, die dem Rassestandard nicht entsprechen und insbesondere solche mit zuchtausschließenden Fehlern, z.B. Wesensschwäche, HD-D, HD-E, Kieferanomalien, erhebliche Zahnverluste, PRA, erbliche Katarakt u.s.w.
Ahnentafeln oder Registrierbescheinigungen nicht zur Zucht zugelassener Hunde erhalten einen entsprechenden Vermerk von der AMC-Zuchtbuchstelle. Wesensüberprüfung wird vom AMC auf Körveranstaltungen durchgeführt. Der Standard spricht bereits von einer ausgesprochenen Freundlichkeit und Anhänglichkeit, so dass aggressives Verhalten gegenüber Menschen als nicht standardkonform zuchtausschließend ist.

 

4.3 Kaiserschnitt:
Hündinnen die 2 Würfe mittels Kaiserschnitt zur Welt gebracht haben, sind von der weiteren Zuchtverwendung ausgeschlossen. Aus diesem Grund müssen Kaiserschnitte per Wurfprotokoll gemeldet werden.

 

4.4 DNA Certifizierung:

ab dem 01.01.2013 müssen alle zur Zucht eingesetzten Hunde ein DNA Profil vorliegen haben. (gilt nicht für Gefriersperma von bereits verstorbenen Hunden) Die Kosten trägt der Züchter.

 

 

5. Zwingernamen, Zwingernamenschutz

Grundsätzliches
Der Zwingername ist Zuname des Hundes. Er wird über den VDH bei der F.C.I, beantragt und von dieser geschützt. Der geschützte Zwingername wird dem Züchter zum streng persönlichen Gebrauch zugeteilt. Zwingernamen, die im Geltungsbereich des VDH/der F.C.I, geschützt sind, können nur für Hunde eingetragen werden, die der Wurfkontrolle des VDH unterliegen. Zwingernamen, die zuvor außerhalb der F.C.I., benutzt wurden, können für Zuchtmaßnahmen innerhalb des VDH weder geschützt noch benutzt werden.

 

5.1 Verzicht auf einen Zwingernamen
Auf die weitere Benutzung eines Zwingernamens kann jederzeit durch schriftliche Erklärung gegenüber der AMC-Zuchtbuchstelle verzichtet werden, jedoch darf dem Inhaber kein anderer Name geschützt werden.

5.2 Zwingernamenschutz
Durch die F.C.I. zu schützende Zwingernamen müssen sich deutlich von den bereits durch die F.C.I. geschützten Zwingernamen unterscheiden.
Der Zwingernamenschutz erlischt beim Tode des Züchters, sofern der Erbe nicht die Übertragung des Zwingernamens auf sich beantragt.
Zwingernamen werden bis zu 10 Jahren nach dem Tode des Züchters oder nach ihrer Aufgabe nicht an andere Züchter vergeben.
Wahrend dieser Zeit können Erben oder Nachkommen des Züchters die Übertragung des Zwingernamens noch beantragen. Übertragungen sind nur durch Erbfolge möglich.

Welpen aus Zuchtmietverhältnissen müssen unter dem Zwingernamen des Mieters eingetragen werden, sofern dieser als Züchter gelten kann (siehe hierzu 2.2 Mieten von Hündinnen zu Zuchtzwecken).
Eine Zwingergemeinschaft kann nur dann genehmigt werden, wenn beide an der Zwingergemeinschaft beteiligten Personen denselben Wohnsitz haben. Als Züchter gelten in solchen Fällen grundsätzlich beide Personen gemeinsam. Bei Auflösung von Zwingergemeinschaften kann nur ein Partner den Zwingernamen weiterführen.

 

5.3 Geltung des Zwingernamens
Haben mehrere Personen Eigentumsrechte an einem Rüden bzw. an einer Hündin, kann das Zuchtrecht von einem der Eigentümer nur dann verantwortlich ausgeübt werden, wenn keine Zwingergemeinschaft besteht. In solchen Fallen darf nur ein einziger Zwingername geführt werden, unabhängig von der Mitgliedschaft in verschiedenen Rassehunde-Zuchtvereinen des In- und Auslandes.
Der Züchter verpflichtet sich mit der Beantragung eines geschützten Zwingernamens, ausschließlich Hunde im AMC zu züchten und nur in dessen Zuchtbuch einzutragen. Züchtet er auch andere Rassehunde, ist er verpflichtet, diese bei einem diese Hunderasse betreuenden VDH-Mitgliedsverein eintragen zu lassen. Die Zucht von nicht von der F.C.I., anerkannten Rassen ist verboten und kann unbeschadet disziplinarrechtlicher Maßnahmen mit Zuchtsperre im AMC belegt werden.
Vor der Beantragung des Zwingerschutzes bei der F.C.I., bei Wohnungswechsel und nach Zuchtpausen von mehr als drei Jahren sind die Haltungs- und voraussichtlichen Aufzuchtsbedingungen durch einen vom AMC benannten Zuchtwart auf Übereinstimmung mit den Anforderungen des AMC (s. 4.1.1) zu überprüfen. Diese Übereinstimmung ist der AMC-Zuchtbuchstelle durch den Zuchtwart auf einem entsprechenden Formblatt zu bestätigen.
Die Züchter sind verpflichtet, zur Vermeidung von Rechtsnachteilen jede Namens- und Anschriftenänderung dem AMC unverzüglich mitzuteilen.

 

6. Deckakt

 

Die gegenseitigen Rechte und Pflichten der Halter von Zuchtrüden und -hündinnen sind eingehend in den Zuchtregeln der Dachverbände F.C.I., und VDH beschrieben und gelten für diese unmittelbar. Es wird empfohlen, diese Punkte sorgfältig zu lesen. Über Abweichungen hiervon sind schriftliche Vereinbarungen zu treffen. Die Halter sind verpflichtet, sich über diese Bestimmungen und ihre Fortgeltung oder Änderung selbständig zu unterrichten. Verstöße dagegen können mit Zuchtverbot belegt werden.
Die Halter von Zuchtrüden und -hündinnen bestätigen mit ihrer Unterschrift auf der Deckmeldung, dass sie ihrer Unterrichtungsverpflichtung nachgekommen sind.
Halter im Sinne dieser AMC-ZO ist, wer Eigentum oder Besitz an den zur Zucht herangezogenen Rüden/Hündinnen hat.

 

6.1 Pflichten des Deckrüdenhalters

 

6.1.1 Allgemeines

Vor jedem Deckakt hat sich der Halter des Deckrüden davon zu Überzeugen, dass sein Rüde und die zu belegende Hündin die Zuchtvoraussetzungen dieser AMC-ZO erfüllen.
Rüden, denen das Zuchtbuch oder Register des AMC gesperrt ist, dürfen nicht zur Zucht herangezogen werden.
Die Festsetzung der Deckgebühr und deren Zahlung sind ausschließlich Angelegenheit zwischen Züchter und Deckrüdenhalter. Um Differenzen zu vermeiden, werden schriftliche Vereinbarungen empfohlen.

 

6.1.2 Deckbuch

Jeder Halter eines Deckrüden hat ein Deckbuch zu führen. Art und Umfang der Eintragungen sind aus dem VDH-Zwingerbuch, Abteilung "Deckrüden" ersichtlich.
Das Deckbuch ist stets auf dem neuesten Stand zu halten.
Die Zuchtwarte bzw. der AMC-Hauptzuchtwart haben jederzeit das Recht, das Deckbuch vor Ort einzusehen.

 

6.1.3 Deckbescheinigung

Der Halter eines Rüden bestätigt den Deckakt auf der Deckmeldung. Der Züchter muss diese mit einer Kopie der Rüden-Ahnentafel, dem HD-Befund sowie der gültigen Augenuntersuchung und einem Ausstellungsergebnis der AMC-Zuchtbuchstelle innerhalb zwei Wochen Übersenden.

 

6.1.4 Künstliche Besamung

Künstliche Besamung ist zur Verbesserung der Rasse möglich. Sie bedarf der Genehmigung des Hauptzuchtwartes. Diese darf in Ausnahmefällen (zur Verbesserung der Gesundheit der Rasse, wenn es um das Wohl der Hündin geht, oder den genetischen Pool zu bewahren oder zu erhöhen) auch erteilt werden, wenn von den vorgesehenen Elterntieren zuvor keine durch natürliche Besamung entstandene Würfe nachgewiesen werden. Die erforderlichen Atteste sind mindestens 4 Monate im Voraus an den Hauptzuchtwart des AMC zu übersenden. Eine zum Zeitpunkt der Absamung gültige AU wird anerkannt. Gefrorenes Sperma von Rüden welche vor der Einführung der obligatorischen Augenuntersuchung verstorben sind, darf eingesetzt werden.

 

6.2 Pflichten des Hündinnenbesitzers

 

6.2.1 Allgemeines
Vor jedem Deckakt hat sich der Halter einer Hündin davon zu überzeugen, dass seine Hündin und der Deckrüde die Zuchtvoraussetzungen dieser AMC-ZO erfüllen. Hündinnen, die im Eigentum oder Besitz von Personen stehen, denen das Zuchtbuch oder Register des AMC gesperrt ist, dürfen nicht zur Zucht herangezogen werden.

 

6.2.2 Zwingerbuch
Jeder Züchter hat ein Zwingerbuch zu fuhren. Art und Umfang der Eintragungen sind aus dem VDH-Zwingerbuch ersichtlich. Die Form steht dem Züchter frei, empfohlen wird das Zwingerbuch des VDH.
Hauptzuchtwart und Zuchtwarte haben jederzeit das Recht, das Zwingerbuch vor Ort einzusehen.

 

6.2.3 Mitteilung von Deckakten
Der Züchter muss der Zuchtbuchstelle des AMC binnen 14 Tagen den Deckakt schriftlich melden (s. auch 6.1.3.).



7. Zuchtkontrollen und Wurfabnahmen

 

7.1 Wurfmeldung
Alle Würfe sind der AMC-Zuchtbuchstelle innerhalb von 14 Tagen nach dem Wurfakt schriftlich mitzuteilen.

7.2 Mitteilungen an den Deckrüdenbesitzer
Der Züchter hat dem Deckrüdenbesitzer das Ergebnis des Wurfgeschehens bzw. das Leerbleiben der Hündin innerhalb von zwei Wochen nach dem errechneten Wurfdatum formlos mitzuteilen.


7.3 Anmeldung und Eintragung in das Zuchtbuch
Die Züchter sind verpflichtet, alle Würfe zur Eintragung zu melden. Eingetragen werden alle Welpen, deren Eltern die Voraussetzungen dieser AMC-ZO erfüllen.
Auch Würfe, bei denen die Zuchttauglichkeitsvoraussetzungen der Elterntiere nicht vorlagen oder die z. B. als zweiter Wurf im Kalenderjahr nicht zulässig waren, werden eingetragen, wenn beide Eltern in einem von der F.C.I, anerkannten Zuchtbuch eingetragen sind. Die anfallenden erhöhten Gebühren sind der 'Übersicht der Zuchtgebühren, welche Bestandteil dieser AMC-ZO ist, enthalten.
Der Verstoß gegen die Zuchtregeln wird jedoch sowohl im Zuchtbuch als auch auf den Ahnentafeln der Welpen klar ersichtlich und verständlich vermerkt.
Handelt es sich bei den fehlenden Zuchttauglichkeitsvoraussetzungen um zuchtausschließende genetische Defekte (siehe hierzu auch 4.2) wird Zuchtverbot für die Welpen erteilt; auch dies wird im Zuchtbuch und auf den Ahnentafeln der Welpen vermerkt.
Mit dem Antrag auf Eintragung in das Zuchtbuch Register sind beim AMC einzureichen:
- Original-Ahnentafel bzw.
- Registrierbescheinigung der Hündin,

- Anlageblätter zum Wurfabnahmeschein
Auf der Ahnentafel der Hündin trägt die Zuchtbuchstelle Wurftag und -stärke des Wurfes ein.
Nach der Wurfeintragung erworbene Titel und Leistungszeichen der Ahnen werden nicht nachgetragen.

7.4. Allgemeine Pflichten des Züchter
Der Züchter ist verpflichtet, die Mutterhündin und die Welpen in bestem Ernährungszustand zu halten, gut zu pflegen und artgerecht und hygienisch unterzubringen. Im übrigen wird auf 4.1.1 verwiesen.
Für alle Welpen hat der Züchter durch einen internationalen Impfpass zur Wurfabnahme den Nachweis der erforderlichen Grundimmunisierung (SHLP=Staupe/Hepatitis/Leptospirose/Parvovirose) zu erbringen.
Die Welpen sind vor der Grundimmunisierung mehrfach, jedoch mindestens dreimal zu entwurmen.
Die Abgabe der Jungtiere ist frühestens am Tag der Vollendung der achten Lebenswoche erlaubt; die Wurfabnahme muss erfolgt sein.
Eine Veräußerung und/oder Abgabe zur Kaufvermittlung an Zoogeschäfte Oder gewerblichen Hundehandel ist untersagt und wird mit Zuchtbuchsperre geahndet.
Darüber hinaus ist der Züchter verpflichtet, grundsätzlich die von der AMC-Zuchtbuchstelle zur Verfügung gestellten Formulare zu verwenden bzw. dem vom AMC beauftragten Zuchtwart zur Verfügung zu stellen.

Wurfabnahme
Die Wurfabnahme wird vom Zuchtwart frühestens in der achten Lebenswoche, spätestens in der 10. Woche vorgenommen. Sämtliche Welpen sind vorab mittels Transponder (Chip Iso-Norm) durch einen Tierarzt zu kennzeichnen. Der Züchter hat sicher zu stellen, dass der Zuchtwart anlässlich der Wurfabnahme die Identität der Welpen überprüfen kann.

Der Zuchtwart erstellt anhand des Formulars "Antrag auf Eintragung in das Zuchtbuch/Register" einen Wurfabnahmebericht, der alle wesentlichen Angaben zum Wurf enthält, insbesondere alle bei den Welpen feststellbaren Mängel. Zusätzlich füllt er für jeden Welpen eine "Anlage zum Wurfabnahmeschein" aus. Der Züchter behält eine Kopie dieses Berichtes, diese ist dem Käufer bei der Übergabe des Welpen vorzulegen.

 

 

8. Zuchtbuch

In das Zuchtbuch werden nur Hunde eingetragen, deren Abstammung über drei Ahnengenerationen lückenlos in von der F.C.I, anerkannten Zuchtbüchern nachgewiesen werden kann.

8.1 Eintragungen in das Zuchtbuch

8.1.1 Inhalt des Zuchtbuchs
Im Zuchtbuch aufgeführt werden Würfe und Einzelübernahmen, für die die unter 8. genannten Bedingungen gelten.
Im Anhang zum Zuchtbuch - Register - werden Würfe sowie Übernahmen aus anderen F.C.I.-Mitgliedsländern eingetragen, deren Ahnen nicht vollständig über drei Generationen in von der F.C.I. anerkannten Zuchtbüchern nachzuweisen sind. Darüber hinaus werden solche Hunde eingetragen, die gemäß § 10. dieser AMC-ZO registriert wurden.

 

8.1.2 Umfang und Einzelheiten der Eintragungen

Die Eintragung von Informationen, die nicht in von der F.C.I., anerkannten Zuchtbüchern nachweisbar sind, ist nicht gestattet.

Eingetragen werden alle nach den Bestimmungen dieser AMC-ZO gezüchteten Welpen mit Ruf- und Zwingernamen, Geschlecht, ihren Tätowier- Chip- und Zuchtbuchnummer ggfs. mit Angaben über ihre Fellfarbe und Haarart. Angegeben werden ferner die Zuchtbuchnummern und die Namen der Elterntiere, ihre Siegertitel und Leistungszeichen. Aus technischen Gründen besteht kein Anspruch auf Auflistung aller errungenen Titel. Aufgezeichnet werden dazu weitere anlässlich der Wurfkontrolle oder Wurfabnahme festgestellte Tatsachen und Besonderheiten, wie z.B. Wesen, Rutenlänge, Nabelbrüche, vorhandene Wolfskrallen, Kieferanomalien etc.

 

Ferner werden u. a. eingetragen: Wurftag, Zahl der geworfenen und zur Eintragung gemeldeten Welpen, Schnittgeburten, Name und Anschrift des Züchters.

Alle Welpen eines Wurfes erhalten Namen, die mit dem gleichen Anfangsbuchstaben beginnen;

eingetragen werden zunächst die Rüden, dann die Hündinnen in alphabetischer Reihenfolge. Die Anfangsbuchstaben für die Hunde der verschiedenen Würfe sollten alphabetisch aufeinander folgen.

Hündinnen aus dem Ausland, die zur Zucht eingesetzt werden sollen, müssen in das Zuchtbuch des AMC übernommen werden. Hiermit ist nicht automatisch eine Zuchtzulassung verbunden. Die Kosten für die Übernahme trägt der Besitzer.

 

 

8.2 Eintragungssperre
Eintragungssperre besteht in jedem Falle für:

  • alle Würfe von Züchtern, welchen das Zuchtbuch und/oder Register gesperrt ist,

  • alle Hunde, die von einem Rüden anderer Rasse oder einem nicht eintragungsfähigen Rüden abstammen,

  • alle Würfe, deren Abstammung nicht zweifelsfrei geklärt ist. Zur Klärung können Elternschaftsnachweise verlangt werden.

  • Hunde, die von Hunden mit Zuchtverbot abstammen, unterliegen der Eintragungssperre.

8.3 Anerkennung anderer Zuchtbücher
Hunde mit VDH/F.C.I. anerkannter - Abstammung werden vom AMC anerkannt.

 

 

9. Ahnentafel

 

9.1 Allgemeines
Ahnentafeln sind Auszüge aus dem Zuchtbuch. Sie sind Urkunden. Eintragungen/Ergänzungen dürfen nur von der AMC-Zuchtbuchstelle durchgeführt werden. Von dieser Beschränkung ausgenommen sind die Eintragung über die durchgeführte HD-Röntgenuntersuchung durch den entsprechenden Tierarzt und die Eintragung von Eigentumswechseln, welche der jeweilige Eigentümer des Hundes vornehmen darf.
Ahnentafel und Hund gehören zusammen, soweit der Besitzer auch der Eigentümer ist.
Ahnentafeln dürfen den Käufern von Hunden nicht gesondert berechnet werden.
Auf Ahnentafeln von Hündinnen sind u. a. Wurftag und Wurfstärke aller ihrer Würfe eingetragen.

 

9.2 Eigentum an der Ahnentafel
Die Ahnentafel bleibt Eigentum des AMC. Der AMC kann jederzeit die Vorlage oder - nach dem Tod des Hundes - die Ruckgabe der Ahnentafel verlangen.
Bei Übernahme von Hunden aus dem Ausland wird die Original-Ahnentafel nicht eingezogen, sondern mit einem Anhang versehen.

9.3 Besitzrecht
Zum Besitz der Ahnentafel sind berechtigt:

  • der Eigentümer des Hundes,- der Pfandgläubiger (bei Verpfänden oder Pfänden) während der Dauer des Pfandverhältnisses, sein Besitzrecht geht dem des Eigentümers im Range vor,

  • der Mieter einer Hündin während der Dauer der Zuchtmiete, sein Besitzrecht geht dem des Eigentümers vor.

 

Das Recht zum Besitz der Ahnentafel gegenüber dem AMC besteht nur so lange, wie die Pflichten durch den Hundebesitzer erfüllt werden. Der AMC kann die Ahnentafel für die Dauer einer Zuchtbuchsperre einziehen.
Ergibt sich das Besitzrecht der Ahnentafel nicht aus der Ahnentafel, kann der AMC die Ahnentafel bis zur Klärung der Ansprüche einziehen.

 

9.4 Beantragung von Ahnentafeln
Die Ausstellung von Ahnentafeln erfolgt auf Antrag des Züchters durch die AMC-Zuchtbuchstelle, sobald die Antragsunterlagen vollständig vorliegen und die Eintragungsvoraussetzungen erfüllt sind.

9.5 Auslandsanerkennung (Anerkennung für das Ausland durch den VDH)
Bei Verkauf von Hunden in das Ausland muss für die Ahnentafel eine Auslandsanerkennung vom VDH ausgestellt werden. Anträge können formlos unter Vorlage der Original-Ahnentafel eingereicht werden. Die Auslandsanerkennung darf dem Käufer des Hundes vom Züchter nicht gesondert berechnet werden.

9.6 Ungültigkeitserklärung von Ahnentafeln
In Verlust geratene Ahnentafeln müssen für ungültig erklärt werden. Nach Veröffentlichung des Verlustes und einer vierwöchigen Widerspruchsfrist fertigt die AMC-Zuchtbuchstelle nach sorgfältiger Prüfung des Antrages und der Beweise über den Verlust der Original-Ahnentafel, innerhalb einer Frist von höchstens 3 Monaten, eine Zweitschrift gegen Gebühren. Bei Hündinnen sind darauf alle ihre Würfe nachzutragen.
Bei nachweislich falschen Angaben kann eine Ahnentafel für ungültig erklärt werden.
Die ausgestellte Ersatz-Ahnentafel muss den Vermerk "Zweitschrift" tragen.

9.7 Eigentumswechsel
Jeder Eigentumswechsel eines Hundes muss auf der Ahnentafel mit Ort und Datum des Übergangs vermerkt werden. Die Eintragung des Vermerkes muss durch den Voreigentümer mit seiner Unterschrift bestätigt werden.

9.8 Registrierbescheinigungen
Vorstehendes gilt sinngemäß auch für Registrierbescheinigungen.

 

 

10. Registrierung von Hunden

 

Hunde deren äußeres Erscheinungsbild und Wesen dem bei der F.C.I. niedergelegten Rassestandard entsprechen, können in das Anhang-Register eingetragen werden. Die hierfür notwendige Phänotypbeurteilung kann frühestens im Alter von 15 Monaten durch einen für die Rasse zugelassenen VDH-Zuchtrichter für diese Rasse erfolgen.
In die Registrierbescheinigung werden nur folgende Daten eingetragen: Rufname des Hundes, Geburtsdatum (soweit bekannt), Farbe, evtl. Abzeichen und Haarart etc.

 

 

11. Zuchtgebühren

 

 

Die Zuchtgebühren sind aus dem Anhang zu dieser AMC-ZO ersichtlich. Nichtmitglieder zahlen, zusätzlich zu den im AMC für einen Wurf anfallenden Gebühren für Nichtmitglieder, eine Bearbeitungsgebühr von 80€/Wurf.

 

 

12. Verstöße

 

Die Überwachung der Einhaltung dieser AMC-ZO obliegt den zuständigen Zuchtwarten.
Bei Verstößen gegen diese AMC-ZO, tierschutzrechtliche Bestimmungen, Zuchtbestimmungen, Anordnungen und Entscheidungen des AMC oder seiner Beauftragten kann ein Verweis, eine befristete oder eine unbefristete Zuchtbuchsperre verhängt werden.
Ferner kann die Eintragung eines Wurfes oder die Übernahme oder Registrierung einzelner Hunde von der Zahlung erhöhter Eintragungsgebühren abhängig gemacht werden (s. Anlage). Die Eintragung kann auch insgesamt abgelehnt werden.
Eine Zuchtbuchsperre ist u. a. dann zu verhängen, wenn z.B. ordnungsgemäße Haltungs- und Aufzuchtsbedingungen nicht gewährleistet sind oder die tierschutzrechtliche "Erlaubnis zum Züchten von Hunden" fehlt.
Zuchtbuchsperren sind zu verhängen, wenn wiederholt fahrlässig, grob fahrlässig oder arglistig gegen wichtige Zuchtregeln verstoßen und/oder der Grundsatz zur planmäßigen Zucht erbgesunder, wesensfester Rassehunde verletzt wurde.
Bei Verhängung einer befristeten oder unbefristeten Zuchtbuchsperre beginnt diese mit der Rechtskraft der Entscheidung. Eine sofortige Sperre von max. 6 Monaten ist bei besonderer Dringlichkeit möglich. In die Frist kann die Zeit einer wegen der Vorwürfe angeordneten sofortigen Sperre eingerechnet werden.
Zuständig für die Verhängung einer Zuchtbuchsperre ist die ZuKo des AMC gemeinsam mit dem Vorstand des AMC. Die AMC Zuchtkommission führt die Voruntersuchung unter der Leitung des Hauptzuchtwartes.
Dem betroffenen Züchter ist Gelegenheit zur Anhörung zu geben. Nach Abschluss der Ermittlungen leitet die AMC ZuKo den Vorgang zusammen mit seinem Entscheidungsvorschlag an den engeren AMC- Vorstand.
Gegen dessen Entscheidung steht dem Betroffenen der Einspruch an den Ehrenrat des AMC binnen vier Wochen nach Zustellung der belastenden Entscheidung zu. Verfahrensfragen hierzu klärt die AMC-Ehrenratsordnung.

 

 

13. Verschiedenes

 

Jeder Züchter der von diesen Zuchtbestimmungen betroffenen Rassen ist an diese Zuchtbestimmungen gebunden.

 

 

14. Schlussbestimmungen

 

Die Nichtigkeit von Teilen dieser Zuchtbestimmungen zieht nicht die Nichtigkeit der Zuchtbestimmungen insgesamt nach sich.
Jedem Züchter wird diese AMC-ZO Übergeben. Er ist verpflichtet, sich über Inhalt und Änderungen der Zuchtbestimmungen selbstständig zu unterrichten. Über Änderungen dieser ZO entscheidet nach Beschlussempfehlung der AMC Zuchtkommission die AMC Mitgliederversammlung. Änderungen dieser ZO treten nach Veröffentlichung im Mitteilungsorgan des AMC in Kraft. Diese ZO wurde von der AMC-Mitgliederversammlung am 4.5.2013 verabschiedet. Sie tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.

 

Ellen Kunz Vorsitzende AMC e.V.                       Norbert Datzert Schatzmeister