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Fellfarben

Unterschiedliche Farbschläge beim Alaskan Malamute

Fellfarbe wolfsgrau

Fellfarbe grau weiss

Fellfarbe silber

Fellfarbe silber

Fellfarbe sable

Fellfarbe sable

 

Fellfarbe alaskan seal

Fellfarbe alaskan seal (schwarz weiss mit weissem/grauem Unterfell)

Fellfarbe weiss

Fellfarbe weiss (Deckhaar und Unterfell weiss)

Blau (Dilution)

Fellfarbe "Blau" (Dilution)

Fellfarbe black Jack

Fellfarbe schwarz weiss [black Jack] (schwarz weiss mit schwarzem Unterfell)

 

Fellfarbe rot

Fellfarbe braun (rot, der Farbnachweis ist auf dem Genlocus braun fixiert )

 

  

 

Agouti

Das Agoutimuster wird auch als Wildfärbung /Wildtyp bezeichnet. Es zeigt sich beim Hund in dem typischen grau oder grau gewolkten Hunderassen. Sehr bekannt für diese Färbung, die auch der Wolf besitzt,  ist z.B. der Alaskan Malamute. Die einzelnen Haare dieses Farbtyps sind ‚gebändert‘, d.h. ein einzelnes Haar weist mehr als nur eine Farbe auf. So kann das Haar z.B.  hell sein, aber eine schwarze Spitze besitzen. Ausserdem ist in vielen Fällen eine dunkle Maske vorhanden. Wildfärbung kann in manchen Fällen leicht mit sable farbigen Hunden verwechselt werden.

 


B/B

Das Tier ist am B-Genort reinerbig für das Normalallel B.

Die Anlage für die Fell-und Nasenfarbe braun liegt nicht vor.

 

B/b

Das Tier ist mischerbiger Träger des für die Fell-und Nasenfarbe braun verantwortlichen Allels b und des Normalallels B. Wegen des rezessiven Erbganges prägt das Tier selbst nicht die Fell-und Nasenfarbe braun aus. Die Anlage für die Fell-und Nasenfarbe braun (b)

wird mit einer 50%igen Wahrscheinlichkeit an die Nachkommen vererbt.

 

b/b

Das Tier ist reinerbiger Träger des für die Fell-und Nasenfarbe braun verantwortlichen Allels b. Die Anlage für die Fell-und Nasenfarbe braun wird mit einer 100%igen Wahrscheinlichkeit an die Nachkommen vererbt.

 


Nachfolgender TEXT:

Quelle: Susanne Lindsteding Diplom Biologin  Genetik der Fellfarben beim Hund:


Brown (TyrP1 - Tyrosinase related Protein 1)

Braun wurde schon sehr früh beschrieben und als einfacher dominant-rezessiver Erbgang erkannt (Lang 1910) und es war Little, der diesem Genort nur wenige Jahre später seinen Namen gab: "Brown" (Little 1914). Entgegen einer weit verbreiteten Annahme handelt es sich dabei nicht um eine verdünnte Pigmentierung, sondern einfach um eine andere Form von Eumelanin.

Liegt "Brown" in einer seiner drei rezessiven Mutationen homozygot vor (Genotyp b/b, eigentlich bc, bd und bs, im Phänotyp gibt es jedoch keinerlei Unterschiede, so dann man problemlos alle mit "b" zusammenfassen kann), so wird kein schwarzes, sondern braunes Eumelanin gebildet. Betroffene Hunde sind leicht zu erkennen, da bei ihnen Nasenspiegel, Lefzen, Augenlider, Pfotenballen immer braun pigmentiert sind. Niemals kann ein Hund braunes und schwarzes Eumelanin bilden.

Auf molekulargenetischer Ebene konnte der B-Locus dem Tyrosinase related Protein 1 - TyrP1 - zugeordnet werden (Schmutz, Berreyere & Goldfinch 2002, Cargill et al. 2005).

Das durch TyrP1 kodierte Protein spielt eine wichtige Rolle in einem der letzten Syntheseschritte von Eumelanin. Funktioniert es nicht richtig (b/b), dann unterbleibt dieser Schritt, das bis dahin gebildete Eumelanin bleibt braun. Anders ausgedrückt: damit ein Hund überhaupt schwarzes Pigment bilden kann, braucht er eine funktionierende Kopie von TyrP1, also den Genotyp B/B oder B/b. In der Regel haben braune Hunde eine aufgehellte Iris; die Farbe schwankt zwischen haselnussbraun und gelb (Steiger 1936).

 

Hinweise auf gesundheitliche Auswirkungen des b-Allels gibt es nicht, braun pigmentierte Hunde sind weder krankheitsanfälliger, noch weniger leistungsfähig als schwarz pigmentierte Hunde.

 


 

 

 

Dilution (MLPH - Melanophilin)

Der rezessive Faktor für blau („d“ für Dilution) lässt die Pigmentkörner im Haar und den Melanozyten verklumpen, so dass einzelne Teile des Haares völlig pigmentlos sind. Dadurch entsteht der Eindruck einer „blauen“ Fellfarbe (Iljin 1931). Nasenspiegel und Lidränder eines blauen Hundes sind ebenfalls aufgehellt und wirken anthrazitgrau, oft ist auch die Augenfarbe gelblich aufgehellt und verleiht den Hunden einen stechend wirkenden Blick. Auch braunes Eumelanin kann verdünnt werden, die resultierende Fellfarbe nennt sich dann z.B. "Silber" oder "Isabell".

 


 

 

Domino Gen (weisser Kragen, weisser Nackenfleck, splitted Coat)

auf molekularer Ebene wurde es jedoch noch nicht identifiziert. Im Prinzip sorgt sein rezessives Allel in homozygoter Form für eine extreme Ausdehnung der Wildfarbigkeitsabzeichen und generell eine Erhöhung der Phäomelanin-Bereiche. So werden z. B. die Phäomelaninbanden bei gebänderten Haaren verbreitert, dadurch wirkt der betroffene Hund oft deutlich heller. Auffällig ist die helle Gesichtsmaske, mit der dom/dom-Hunde bereits geboren werden. Im Gegensatz dazu werden Hunde mit dem non-dom-Allel (Wildtyp) erst im Laufe ihrer Entwicklung heller. Bei adulten Hunden kann die Unterscheidung von Domino und non-Domino-Hunden bisweilen etwas kniffelig werden.

Achtung: non-Domino heißt genau das - kein Domino. Wenn tatsächlich alle Formen von Domino ( bei den nordischen Hunden) auf dem E-Locus liegen, dann wäre z. B. auch das EM- Allel eine Form von non-Domino. Das war hier unter "non-Domino" gezeigt wird, ist dann nichts anderes als die ausgeprägten Wildfarbigkeitsabzeichen, wie sie bei anderen Rassen auch vorkommen.

 

non domino            domino        ndom/ndom

Non Domino (ndom/ndom)              Domino Genträger ndom/dom      Domino dom/dom

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